Sarah Ortmeyer

BADEN BADEN

2.7.2016 – 28.8.2016

Vier Palmen: liegend, stehend, fallend. Der Stamm unnatürlich gerade, das Blattwerk gespreizt. Grau sitzt auf den Blättern, ein nüchterner, melierter Fußboden stimmt in die Schattierung ein. Wie Kokosnüsse liegen 1000 marmorierte rohe Eier unter den Palmen. Sie bilden die materielle Basis für die Projektion eines Sternenhimmels, ein erhabenes Firmament aus schwarz-weißen Eiern, über das Sternschnuppen ziehen. Sechs Popstars singen nacheinander unter diesem Himmel, Frottee-Bademäntel tragend, deren Färbung: Grau in Grau.
Sarah Ortmeyer (*1980), untersucht in ihren Ausstellungen immer wieder die Begierde, Rituale und Ikonografien der großen Glücksvorstellung. Ihre Arbeiten waren u.a. im KW Institute for Contemporary Art, MAK Center Los Angeles, S.M.A.K. Gent, Palais de Tokyo und dem MoMa PS1 zu sehen.