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Ihr hohes Ansehen im internationalen Kunstkontext verdankt die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden nicht nur ihren außergewöhnlich schönen Räumlichkeiten, sondern auch dem konsequenten Engagement für die zeitgenössische Kunst und der engen Zusammenarbeit mit Künstlern und internationalen Kooperationspartnern, der sich alle Leiterinnen und Leiter seit der Übernahme des Hauses durch das Land Baden-Württemberg im Jahre 1952 verpflichtet fühlten. So ist die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden seit vielen Jahrzehnten ein Glanzstück der Avantgarde. Hier hatten Künstler, die später weltberühmt wurden, ihre ersten großen Ausstellungen. Mit dem legendären Projekt „14 x 14“ von Klaus Gallwitz und großen Überblicksausstellungen von Ellsworth Kelly, Bruce Nauman, Imi Knoebel und Dan Flavin wurde die Kunsthalle zu einem Anziehungspunkt für die internationale Kunstszene.
Das Jubiläumsjahr 2008/2009 war von Positionen der klassischen Moderne wie der jungen Kunst geprägt. Die Große Landesausstellung „Von der Fläche zum Raum. Malewitsch und die frühe Moderne“, die mit profunder Unterstützung des Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg realisiert werden konnte, eröffnete die Feierlichkeiten mit exquisiten Leihgaben aus Russland und Europa, großen Raumrekonstruktionen von El Lissitzky, Alexander Rodtschenko und Kurt Schwitters sowie mit Revolutionsporzellan aus Landesbesitz das Jubiläumsjahr ein.
Die Ausstellungsserie „7 x 14“ bot in sieben Ausstellungen im 14-tägigen Wechsel ein lebendiges Forum der Auseinandersetzung mit der aktuellen deutschen Kunstszene. Im Sommer beleuchtete die Ausstellung „Entre deux actes Loge de comédienne“ das Verhältnis zwischen Design und Bildender Kunst. Das unter dem Titel „Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen (franchised)“ von Tobias Rehberger neu gestaltete Café Kunsthalle bleibt uns erhalten und ist zu einem beliebten Anziehungspunkt geworden. Abgeschlossen wurde das Jahr 2009 mit einer Kooperation mit dem Museum Frieder Burda, der großen Werkschau von Georg Baselitz, wobei der Schwerpunkt in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden auf das skulpturale und im Museum Frieder Burda auf das malerische Werk gelegt wurde.
Das Ausstellungsprogramm 2010 wird mit Stefan Müller eröffnet, der mit außergewöhnlichen Materialien und Techniken zwischen der großen Geste der Malerei und der Sparsamkeit der künstlerischen und malerischen Mittel vermittelt. Daran anschließend wird Christopher Williams, einer der wichtigsten Vertreter der konzeptuellen Fotografie präsentiert. Anschließend wird in einer Gruppenausstellung das Thema des Selbstportraits in der zeitgenössischen Kunst untersucht, ein Genre, mit dem sich seit den 1960er-Jahren Künstler wie Andy Warhol, Martin Kippenberger oder Jeff Koons in Bildern, Skulpturen und Installationen mit der Rolle des Künstlers und der eigenen Person befasst haben. Daniel Buren, der große französische Konzeptkünstler, wird mit einer raumgreifenden minimalistischen Installation die Kunsthalle in ein begehbares Kunstwerk verwandeln. Auch künftig werden Positionen der konzeptuellen Kunst im Verhältnis zu wegweisenden Perspektiven der Kunst des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts gezeigt.
Zu jeder Ausstellung veranstalten wir ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen, Lesungen und abwechslungsreichen Filmreihen, die von kulinarischen Besonderheiten in der einzigartigen Atmosphäre des Café Kunsthalle begleitet werden.
Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!
Karola Kraus und das Team der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, Oktober 2008
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