Jan St. Werner

Space Synthesis

05.05.–02.07.2023
Ein heller Raum mit einem marmornen Vorsprung und einem kleinen weißen Kunstwerk.
Ein helles, gelochtes Kunstobjekt in einem dunklen Raum mit weichem Boden.
Ein gerahmter Kunstgegenstand mit runden Vertiefungen in dunkler Umgebung.
Ein grauer Konus steht in einem weißen, minimalistischen Raum.
Ein langer, beleuchteter rechteckiger Gegenstand in einem schlichten weißen Raum.
Ein heller Lichtfleck auf einer dunklen Wand in einem schlichten Raum.
Ein Schatten geht einen lintenen Flur in einem gedimmten Raum entlang.
Schattenspiel an einer beleuchteten Wand mit einer weißen Säule und einem Fenster.
Ein großer, leerer Raum mit minimalistischem Lichtstrahl in der Mitte.
Moderna Innenräume mit zwei schmalen Objekten und mehreren offenen Türen.
Ein abstraktes Kunstwerk in einem hellen Raum projiziert weiche Lichtschatten auf die Wände.
Ein großer, leerer Raum mit schrägen Lichtstreifen an den Wänden.

Künstler*in

  • Jan St. Werner

Kurator*in

  • Çağla Ilk

Kuratorische Assistenz

  • Sandeep Sodhi

Publikation

Der Katalog ist 2023 erschienen. Er ist bei Hatje Cantz herausgekommen.

Mit der Ausstellung Space Synthesis macht Werner die Kunsthalle zu einem Klangraum. Er nutzt das Gebäude wie ein großes Instrument. Die Kunstwerke für die Ausstellung untersuchen, wie Menschen Klänge wahrnehmen. Sie tun das im Gespräch mit der Architektur. Werner sagt: Jeder Mensch hört Klänge anders. Die Kunsthalle wird so zu einem lebendigen Kunstwerk. Kunst und Architektur verschmelzen hier. Die Kunsthalle in Baden-Baden hat das schon oft gemacht. Zum Beispiel in Ausstellungen von Künstlern wie Donald Judd oder Dan Flavin in den 1980er-Jahren. Damals ging es nicht um normale Ausstellungen. Es ging um das Gebäude selbst.

Klang zeigt oft etwas. Zum Beispiel eine Melodie oder ein Geräusch. In Space Synthesis ist Klang anders. Er ist ein Werkzeug. Es hilft, die Kunsthalle zu erforschen. Licht, Bewegungen und andere Dinge unterstützen das. So entsteht ein Weg durch die Ausstellung. Jeder Raum hat einen Teil der Musik. Die Musik ändert sich. Sie ändert sich durch die Bewegungen der Besucher. Space Synthesis sieht den Raum nicht als festes Ding. Der Raum hat viele Seiten. Sie wirken zusammen. Sie reagieren aufeinander. Licht greift in den Raum ein. Es verändert sich selbst. So ist der Raum immer in Bewegung. Er spricht mit den Besuchern. Werner verändert Teile des Gebäudes. Das erzeugt Klänge. Die Klänge vermischen sich. Neue Klänge entstehen. Jedes Echo macht neue Echos. Das hängt davon ab, wo der Besucher steht. An manchen Stellen gibt es unsichtbare Teile. Sie teilen den Raum. Man hört sie, aber man sieht sie nicht.

Dialog und Austausch sind wichtig für Werners Arbeit. Er untersucht die Beziehung von Klang und Raum. So können wir Raum, Klang und unsere Sinne neu denken. Space Synthesis ist eine Praxis. Sie widerspricht der Vorstellung von Geschichte als festem Wissen. Oft zeigt sich dieses Wissen in Monumenten und starren Strukturen. Gegen diese starren Denkmuster setzt diese Praxis Vielfalt. Die Sinne hängen dabei zusammen. Für Jan St. Werner ist diese Herangehensweise logisch. Sie ist eine Fortsetzung seiner Arbeit als Musiker und Komponist.

Seine erste Einzelausstellung ist kein Rückblick. Sie wurde extra für die Räume der Kunsthalle gemacht. Die Kuratorin Çağla Ilk setzt ein Konzept fort. Sie hat es 2020 mit Misal Adnan Yıldız eingeführt. Die Kunsthalle ist kein normaler Ausstellungsort. Sie wird zu einem lebendigen Gesamtwerk. Kunst und Architektur verschmelzen dort. Ilk greift eine alte Tradition der Kunsthalle auf. In den 1980er-Jahren gab es ähnliche Ausstellungen. Künstler wie Donald Judd oder Dan Flavin zeigten ihre Werke. Sie setzten sich mit dem Gebäude auseinander.

Space Synthesis ist Teil von Jan St. Werners Arbeit. Er ist 2 Jahre Hauskünstler der Kunsthalle Baden-Baden. Die Kunsthalle hat dieses Modell vom Theater übernommen. So können Künstler länger arbeiten. Die Kunsthalle stellt 4 Künstler ein. Sie arbeiten 2 Jahre lang. Sie forschen, engagieren sich und produzieren Kunst. Sie arbeiten mit der Stadt zusammen.

An 4 Wochenenden gibt es ein Programm. Es gibt Performances und Vorträge. Viele Künstler und Theoretiker nehmen teil.

Freitags ist die Kunsthalle bis 22:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Zur Ausstellung gibt es eine LP und einen Katalog.

Im Rahmen von Space Synthesis startet die Kunsthalle eine Website. syntheticspace.de zeigt die Ausstellung. Syntheticspace.de übersetzt Klang in Bilder. Man sieht, wie Klang sich im Raum ausbreitet. Besucher beeinflussen den Klang. Diese digitale Ebene wurde mit Jan St. Werner entwickelt.

Kuratorin: Çağla İlk

Kuratorische Assistenz: Sandeep Sodhi

Digitalkurator: Dominik Busch

Klang und Collagen: Jan St. Werner

Lautsprecherdesign und -produktion: Michael Akstaller

Licht: Matthias Singer

Design der Ausstellungsarchitektur: Jan St. Werner, Michael Akstaller

Zeichnerische Umsetzung der Ausstellungsarchitektur: Bilge Kalfa

Texte Ausstellungsheft: Çağla İlk, Sandeep Sodhi, Michael Akstaller, Jan St. Werner

Grafik: Rupert Smyth Studio

Aufbauteam: Werner Becker, Patrick Kramer, Susanne Kocks, Peter Odenwaeller

Bau der Ausstellungsarchitektur: KUBUS Messebau GmbH

Über Jan St. Werner

Jan St. Werner ist ein Künstler. Er lebt in Berlin. Er macht elektronische Musik. Er ist bekannt als Teil der Gruppe Mouse on Mars. Seine Soundarbeiten hängen mit Kunst zusammen. Werner sagt: „Sound ist immer in Bewegung.“ Man kann ihn nicht aus einer festen Perspektive sehen. Er nutzt keine traditionellen Stimmungssysteme. Seine Werke verbinden verschiedene Elemente.

Werner hat Klanginstallationen gemacht. Er zeigte seine Werke in vielen Orten. Zum Beispiel in London, Athen, Kassel und Berlin. 2021 und 2022 gab es seine Ausstellungen in München, Berlin und Nürnberg. Er arbeitete mit Michael Akstaller zusammen. Sie machten ein Projekt über das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Von 2017 bis 2021 war Werner Professor in Nürnberg. Er lehrte an einer Kunsthochschule. Zuvor unterrichtete er in Boston und Berlin. 2020/21 war er Gastprofessor in München.

Begleitprogramm