45cbm: Jennifer Mattes

State of Stage

28.01.–19.03.2017
Ein beleuchteter Vorhang mit dem Text "Das Plenarummano" wird gezeigt.
Bunte Lichtstrahlen in grün projizieren unscharfe Streifen auf eine dunkle Fläche.
Ein als Kunstprojekt beleuchtetes, längliches Display zeigt einen Menschen.
Das Bild zeigt verzierte spiralförmige Balken in einer Halle.
Ein Mann in Anzug und Krawatte mit einem verzerrten Bildabdruck.
Ein Mann in Anzug und Krawatte ist verzerrt zu sehen.

Künstler*in

  • Jennifer Mattes

Kurator*in

  • Marie Himmerich

Jennifer Mattes ist eine Künstlerin. Sie ist 1982 geboren. Sie macht Videos. Ihre Videos sind eine Mischung aus verschiedenen Arten von Filmen. Zum Beispiel: Dokumentarfilme, Essayfilme, Hollywoodfilme oder kurze Clips wie auf YouTube. Sie nutzt oft Filmmaterial aus dem Internet. Das nennt man auch „found footage“. Sie kombiniert das Material zu neuen Geschichten. Sie dreht auch selbst Filme. So entstehen genaue Analysen von Bildern heute. Die Videos sind auch lustig. Sie handeln von Themen wie Suche, Scheitern, Liebe und Begehren.

In der Kunsthalle gibt es einen Raum. Der Raum heißt „Studioraum 45cbm“. Dort zeigt Jennifer Mattes ihre Videoarbeit „State of Stage“. Das ist aus dem Jahr 2013. Sie stellt die Arbeit neu aus. Die Ausstellung ist extra für diesen Raum gemacht.

In Szenen zeigt State of Stage Menschen auf der Bühne und im Internet. Die Menschen machen Bilder von sich selbst und von anderen. Das Video zeigt verlassene Kinos. Die Kinos wurden von anonymen Menschen gefilmt. Die Künstlerin Jennifer Mattes hat die Videos auf Youtube gefunden. Sie hat die Videos mit anderen Filmen und Tönen gemischt. So ist eine Geschichte entstanden. Die Geschichte handelt von Räumen und Rollen. Eine Schauspielerin spricht im Hintergrund. Sie hält die Zuschauer auf Distanz. Die Töne und Spannungen machen die Ausstellung spannend. In Baden-Baden baut Mattes einen Backstage-Bereich. Der Bereich passt zur Kunsthalle.

Jennifer Mattes kommt aus Stuttgart. Sie lebt und arbeitet in Wien. Sie hat an der Merzakademie Stuttgart und der Kunstakademie Wien studiert. Ihre Lehrer waren Harun Farocki, Judith Barry und Constanze Ruhm. 2014 hat sie den Birgit-Jürgenssen-Preis für Medienkunst bekommen.