Liebe Besucherinnen und Besucher,


seit April 2006 befindet sich im Eingangsbereich der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden das Café Kunsthalle mit einer abwechslungsreichen Speise- und Getränkekarte und einem Angebot für Veranstaltungen unterschiedlichster Art. Im Rahmen der Ausstellung „Entre deux actes – Loge de comédienne“ im Jahr 2009 wurde das Café von Tobias Rehberger neu gestaltet.

Für die 53. Biennale Venedig gestaltete Rehberger 2009 den Innen- und Außenbereich eines Cafés. Er gab seiner Arbeit den Titel „Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen“ und erhielt dafür den Goldenen Löwen als höchste Auszeichnung für einen teilnehmenden Künstler. Hier wurde ein Projekt prämiert, das einen funktionalen, nämlich einen für viele Ausstellungsbesucher essentiellen Raum nach künstlerischen Ideen radikal umgestaltete, und damit soziale Kommunikation in ästhetische Praxis verschiebt.

In Baden-Baden ist das Café Kunsthalle als vom Künstler so betitelte Franchise-Version optisch in ähnlicher Weise wie in Venedig strukturiert. Die Wände, der Boden und das Mobiliar werden von schwarz-weißen geometrischen Mustern geflutet und verwandeln den Raum durch sparsam eingesetzte Neonfarben in eine belebte „Op-Art-Camouflage-Skulptur“. Eine kristallin bewegte Spiegelwand ist gleichzeitig Abschluss als auch unendlich gebrochene Weiterführung des Caféraumes. Im Unterschied zu Venedig, wo Rehberger Möbel von Alvar Aalto zu Tischen und Sitzgelegenheiten umgestaltete, integriert er in Baden-Baden die vormals genutzten quadratischen Tische – nun in buntem Neonanstrich – und ersetzt die kantinengleich gereihten Sitzbänke durch eine modulierbare und diagonal platzierte lange Tafel, die die dynamischen Muster in die dritte Dimension weiterführt. Die Stühle von Franz West, die sich im Besitz der Kunsthalle befinden, kombiniert Rehberger mit eigens für unser Café entworfenen Stühlen und Hockern aus Pappe.

“Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen (franchised)“ verändert das seit 2004 dreischiffig angelegte Foyer zu einem einzigen Raumeindruck. Kassen- und Speisebereich gehen ineinander über, die majestätische Mittelachse wird durch das Mobiliar, die geometrischen Formen und die Spiegelwand geöffnet und dynamisiert. So findet sich der Besucher nicht nur in einer überbordenden Vielfalt von Formen, in einer großartigen Verbindung von Fläche, Linie, Umriss, Form und Farbe wieder, sondern wird Teil des Werkes. Ob er es als Kunst oder als Café nutzt, ist dabei zweitrangig und ihm überlassen.

Mit dieser Installation von Tobias Rehberger erhält die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden eine in Deutschland einzigartige Gastronomie, eine künstlerische Intervention, die ein international renommiertes Ausstellungshaus mit einer der wichtigsten Kunstausstellungen der Welt in Verbindung bringt. Darüber hinaus stellt sie eine eindrucksvolle Demonstration von zeitgenössischer künstlerischer Gestaltung von Räumen dar, die nicht an Ortsspezifik oder einem für den Raum und seine Funktion charakteristischem Mobiliar festhalten, sondern die Formen auflösen und verflüssigen.

In dieser einzigartigen Atmosphäre haben sich Skender Azemi und sein Team viel vorgenommen! Genießen Sie hier italienischen Kaffee, Kaltgetränke und Cocktails, frische Salate, das Kunsthallen-Sandwich oder das reichhaltige Angebot an Kuchen und Eisspezialitäten. Ein Besuch in unserem Foyer im Anschluss an Ihren Besuch der Ausstellungen in der Kunsthalle und im Museum Frieder Burda bietet Erfrischung und Entspannung, ist aber nicht an das Lösen einer Eintrittskarte gebunden. Gerne öffnet Skender Azemi auch in den Abendstunden sein Café für Sonderveranstaltungen. An den Sommertagen lädt die große Sonnenterrasse mit Blick in die Lichtentaler Allee zu erholsamen Stunden im Freien.

Geöffnet Di bis So 10-18 Uhr
Tel./Fax 07221-392000

Gerne stellt das Café Kunsthalle Ihnen seine Räumlichkeiten für Veranstaltungen und private Festlichkeiten sowie für Seminare und Kurse zur Verfügung. Eine W-LAN Verbindung ist eingerichtet.


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