45cbm: Constantin Hartenstein

Turbo Ripper

21.09.–17.11.2019
Ein Bildschirm mit gefilterter Aufnahme zeigt eine Person in pastellfarbenem Rahmen.
Ein tragbarer Plasma-Bildschirm zeigt ein Schwarz-Weiß-Video in einem transparenten Rahmen.
Ein Bildschirm zeigt eine technische Struktur in einem transparenten, hexagonalen Rahmen.
Ein Monitor zeigt medizinische Bilder auf einem transparenten Rahmen.
Ein TV ist an einer transparenten Struktur montiert und zeigt einantes Schwarz-Weiß-Video.
Mehrere Kameras mit Stativen auf einer Glasfläche aufgebaut.
Vier Kameras mit großen Objektiven auf nach vorne gerichteten Stativen.
Eine Kameraausrüstung mit Statue und Kamerawagen in einem Studio.
Ein Mann sitzt in mehreren Spiegeln in einem weißen Raum posierend.
Ein Mann im Boxing-Outfit sitzt vor einer Videokamera in einem Fitnessstudio.
Ein Mann mit dunklem Haar und Bart schaut nach unten, sein Gesicht wird von Schatten verdeckt.

Künstler*in

  • Constantin Hartenstein

Kurator*in

  • Johannes Honeck

Dank an

Constantin Hartenstein, NARC, 2019, Epoxidharz, Hot Blood 3.0 Blue Guarana Pre-Workout Booster, LED, Wasser, Video, 2x2x3m, © Studio Hartenstein, Kunsthalle Baden-Baden

Cinematography: Anne Braun

Schauspieler: Saïd Oulali

Sound Design: Tommi Toivonen

Set Assistance: Marie-Luce Theis, Alexander Wilmschen

Mit freundlicher Unterstützung von

Renate und Waltraut Sick Stiftung, Silikonfabrik, Dipon.de

Constantin Hartenstein untersucht in seiner skulpturalen Medienarbeit narzisstische Phänomene einer digitalen Gesellschaft und deren Fitness- und Selbstoptimierungsindustrie. Die für den Studioraum 45cbm konzipierte Installation "NARC" verhandelt das gesellschaftliche Streben nach optimierter Individualität, der einsame Homogenität gegenübersteht. Dieses Paradoxon sichtbarmachend, zeigt Hartenstein, wie die Werbeversprechen der Fitnessindustrie und ihre Alchemie-ähnlichen Produkte sich in die Körper und Verhaltensmuster ihrer Nutzer*innen einschreiben. Dabei lenkt der aus Proteinpulverpartikel gegossene Portalschrein den Blick in sein inneres Zentrum: Im hermetisch von Spiegeln abgegrenzten Raum beschäftigt sich die an Narziss erinnernde Figur nur mit ihrem Spiegelbild, während sie voyeuristisch von einer präsenten Kamera gefilmt wird. Gedankenverloren löst sich die Figur arrhythmisch zwischen den Räumen in die leuchtenden Partikel ihres eigenen Konsums auf.

Begrüßung: Hendrik Bündge

Einführung: Johannes Honeck

Constantin Hartenstein (*1982) lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten waren unter anderem bereits zu sehen in der Berlinischen Galerie, MoMA New York, GFZK Leipzig und Goethe Institut Peking.