EGEMEN DEMIRCI

TEXT MATERIAL

27.06.–14.09.2025
Ein grauweißer Hintergrund mit dem Text "form-neverlies" in kleiner Schrift.
Ein alter Fernseher zeigt eine Person in einer leeren, blauen Umgebung.
Eine minimalistische Installation mit Text und Feinstrukturen in einem weißen Raum.
Ein dunkles Wandschild in einem Raum mit dem Text "HUMAN IS TRUTH".
Moderne Kunstausstellung mit Lichtinstallationen und einem Fernsehgerät in einem weißen Raum.
Ein menschenleerer Ausstellungsraum mit zwei blauen Objekten und einem Informationsschild.
Ein Außenbereich mit Tischen und Bannern in einem Park, umgeben von Bäumen.
Vor einem Steinbau stehen lichte Tische mit Stühlen unter schattigen Bäumen.

Künstler*in

  • Egemen Demirci

Kurator*in

  • Christina Lehnert

Booklet: EGEMEN DEMIRCI - TEXT MATERIAL

↓ Booklet Egemen Demirci TEXT MATERIAL (1.16 MB)

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Für seine erste institutionelle Einzelpräsentation in Deutschland bringt Egemen Demirci mit TEXT MATERIAL eine Mischung aus alten und neuen Werken zusammen, die erstmalig gemeinsam gezeigt werden. Allen präsentierten Werken liegt ein gemeinsamer Prozess zugrunde, der sich sowohl auf künstlerischer als auch auf institutioneller Ebene mit der Ausstellung und Installation beschäftigt. Bei den älteren Werken findet eine Rematerialisierung statt: Entweder werden die im Werk verwendeten Elemente und Texte abstrahiert oder es werden andere Elemente hinzugefügt. Dadurch verändert sich der performative Aspekt des Textes als Kunstwerk und die Spannung zwischen Bedeutung, Sprache, Material und Raum wird unterstrichen. Auch die einzelne Videoarbeit durchläuft auch einen Wechsel des Mediums, von digital zu analog, was auf die Selbstindizierung/Selbstarchivierung hinweist, die in der Rematerialisierung der Kunstwerke sowie in der Umwidmung der Ausstellungsräume in der Institution als Orte zur Präsentation von Kunstwerken vorhanden ist.

Egemen Demirci (1983) wurde in Izmir geboren. In den letzten zehn Jahren hat er den Schwerpunkt seiner künstlerischen Produktion auf die Verwendung von Text in Kunstwerken verlagert. Dabei stellt er Vorstellungen von Autorschaft und Identität in postkonzeptionellen, zeitgenössischen, institutionellen Kontexten infrage und ersetzt sie durch Vorschläge für alternative Modalitäten der Universalität und Zukunft. Ein großer Teil seiner Arbeit umfasst Kunstwerke im öffentlichen Raum. In diesen erforscht er die Grenzen der Verwendung von Text im öffentlichen Raum und dessen Potenzial für räumliche Transformationen sowie die durch seine Installationen erzeugte Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit. Er problematisiert den Begriff des Zugangs im öffentlichen Raum und konfrontiert die Betrachter*innen oft mit dem Konzept des Fremden im Inneren.

Begleitprogramm